Vereinsgeschichte
Am 02.Oktober 1954 fand im Gasthof Wäckerle die Gründungsversammlung statt. So wie es noch langjährigen Mitgliedern in Erinnerung ist, wurde der Verein auf Betreiben des Leonhard Karrer gegründet, der dann auch der erste Vorstand, also Schützenmeister wurde.
Es waren 13 Männer, die sich versammelt hatten und deren Namen auf der Gründungsscheibe zu finden sind. Das erste Schießlokal war der Saal des Gasthauses Wäckerle. Man wechselte dann aber in den Saal des Gasthauses Rößle Trunkelsberg. Der Vorteil dieses Wechsels war, dass die Schießbahnen, acht an der Zahl, nun endlich 10m maßen. Der Nachteil in dem Saal Rößle war, dass fast wöchentlich abgebaut werden mußte.
Doch wie ging es nach der Gründung des Schützenvereins weiter? Das Protokollbuch schweigt sich das aus.
Die Aufzeichnungen beginnen erst am 7.Juli 1956.
Was waren die markantesten Punkte im Vereinsleben der Trunkelsberger Schützen?
Vom 16. bis 24.Juli 1956 fand in der Turnhalle in Trunkelsberg ein Gau-Sternschießen statt. 111 Schützen haben sich damals an diesem Schießen beteiligt. Das Schießen war ein Erfolg und zeigte, das die Vereinsführung Wert auf Breitenwirkung des jungen Schützenvereins legte. Am 26.Januar 1957 wird in der Chronik der erste Schützenball erwähnt. Diese Bälle fanden bis 1980 regelmäßig statt, mussten aber eingestellt werden, weil die Anzahl der Ballbesucher (diese Bälle galten in der Faschingszeit in Trunkelsberg als Institution!) immer geringer und die Musik und sonstige Nebenkosten immer teurer wurden.
Im Jahr 1959 führten wir das Herbstgauschießen durch. Die Männer der ersten Jahre wollten Ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen, sie wollten zeigen, wer da kommt und sie wolten eine Fahne haben. Bald war diese angeschafft und sie musste in einem würdigen Rahmen geweiht werden. Eine Fahnenpate musste auch her. Und was tat man?
Als Fahnenpate wurde der älteste Verein unseres Gaues Memmingen, nämlich die königlich privilegierte Schützengesellschaft Memmingen ausgesucht. Und als Rahmen konnte nur ein Gausschießen gut genug sein. Also wurde vom 15.Juni 1960 - bis 03.Juli 1960 das damals noch jährliche Gauschießen ausgerichtet und in diesem würdigen Rahmen wurde die Vereinsfahne geweiht.
Der Schriftführer damals war schreibfaul. Im Protokollbuch steht: "Es wurde ein Gausschießen abgehalten, welches gut verlaufen ist."
Man muss sich vorstellen, dass dieser kleine Verein (damals waren es so um die 20, manchmal 25 Schützen und der Verein erst 4 Jahre alt) richtete ein Gauschießen aus.
Im Jahr 1966 (1. Schützenmeister war damals unser Ehrenschützenmeister Josef Karg) gründeten die Edelweißschützen zusammen mit den Vereinen Eichenlaub Eisenburg, Schwaighausen und Holzgünz die Pokalgemeinschaft Günztal, die sich nun auf 8 Vereine vergrößert hat. Wir Edelweißschützen richteten das Pokalschießen in den Jahren 1968, 1974, 1980, 1986 und 1994 aus und nach langer Pause wird dies wieder im Jahr 2007 sein.
1980 bauten die Edelweißschützen den Dachboden in der neuen Schule als neues Schützenheim aus. Die Einweihung fand mit dem Pokalschießen statt. Am Vorabend des Pokalschießens wurden die Bauarbeiten abgeschlossen. Der Mitgliederstand 1980 war nach dem Bau des Schützenheimes auf 59 und nach dem Ausbau des Schützenheimes in der Unterallgäuhalle auf 77 Mitglieder angestiegen. 1990 konnten wir das hundertste Mitglied begrüßen. Zwischendurch rutschte der Mitgliederstand auf unter 80 Mitglieder ab. In den letzen zwei Jahren konnten wir einen regen Mitgliederzuwachs verzeichnen, so dass wir unsere Mitgliederzahl wieder auf eine dreistellige Zahl steigern konnten.
Nach wie vor findet das Klausenschießen, dass erstmals am 09. Dezember stattfand und ab 1956 jährlich abgehalten wird, regen Zuspruch bei den Trunkelsbergern.
Große Anstrengungen, körperliche wie auch finanzielle haben uns die zwei Schützenheime gekostet, in der Schule wie auch in der Unterallgäuhalle. Hunderte von Arbeitsstunden wurden geleistet und einige zigtausend Mark wurden investiert. Dann überrollte uns die Computertechnik. Wieder war eine hohe Summe notwendig um dem Geist der Zeit zu folgen. Die Anstrengungen haben sich aber gelohnt. Wir sind in einem schönen Schützenheim. Die Auswechslung unseren ersten Computer erfolgte 1999, da der alte den neuen Anfoderungen des neuen Gauprogrammes zur Mitgliederversammlung nicht mehr gewachsen war. An den Schießständen mussten Nachrüstungen vorgenommen werden. Auf Verlangen des Landratsamtes mussten Weichfaserplatten als Rückprallschutz angebracht werden. 2004 konnten wir usner 50jähriges Jubiläum mit einem Gemeindeschießen und großen Festabend feiern.
Das Jahr 2005 wird in unserer Vereinsgeschichte als Jahr der Investionen eingehen, es wurde ein neue Küche angeschafft und die gesamte Auswerteanlage im der zugehörigen EDV Anlage wurde erneuert.

